Institut für Korrosionsschutz Dresden GmbH – IKS


Gostritzer Straße 65
01217 Dresden

Geschäftsführer: Dr. Susanne Friedrich
Dipl.-Betriebswirt Thomas Lange


Telefon: 0351 8717100
Telefax: 0351 8717150
E-Mail: info@iks-dresden.de
Internet: http://www.iks-dresden.de

Geförderte Projekte: 13


Entwicklung alternativer Abdichtungsmethoden zur Vermeidung von Spaltkorrosion im Stahl- und Metallbau


Spaltproben auf dem Wettergestell des IKS
Spaltproben auf dem Wettergestell des IKS

Projektidee

Die Hauptzielsetzung des Vorhabens war die Verbesserung des Korrosionsschutzes und der Dauerhaftigkeit von frei bewitterten Stahl- und Metallbauten in Spaltbereichen durch Entwicklung einer neuen Abdichtungsmethode, die über die erwartete Schutzdauer des Beschichtungssystems funktionsfähig bleibt. Hierzu wurde die Produktgruppe der silanmodifizierten Polymere, auch MS-Polymere genannt, in die Untersuchungen einbezogen, weil diese laut Herstellerangaben eine bessere Beständigkeit im Freien, insbesondere gegenüber UV-Strahlung des Sonnenlichts, erwarten ließen. Eine weitere Idee des Projekts war, das Korrosionsschutzsystem von der Abdichtung zu trennen, so dass eine unabhängige Inspektion und Instandsetzung der Abdichtung erfolgen kann, ohne Arbeiten an der Korrosionsschutzbeschichtung durchführen zu müssen.

Kundennutzen

Es kann an dieser Stelle festgestellt werden, dass bezogen auf die sehr gute Qualität bzw. Funktionalität eines Einkomponenten-Polyurethan-Standarddichtstoffs in Bezug auf die Adhäsion zu den unterschiedlichen Beschichtungen durchaus Alternativen existieren, beispielsweise durch Verwendung silanmodifizierter Polymere. Bei den vergleichenden Freibewitterungsversuchen zeigte sich, dass an ausgewählten silanmodifizierten Polymeren bisher keine oberflächennahen Risse festzustellen waren. Demnach ist es möglich, Alternativprodukte mit verbesserter Beständigkeit gegenüber Umgebungseinflüssen zur Abdichtung im Korrosionsschutz zu verwenden. Die Freibewitterungsversuche an den Spaltproben auf dem Wetterstand des IKS werden noch mindestens bis zu einer Belastungsdauer von drei Jahren weitergeführt. Dabei wird sich zeigen, ob die Dauerhaftigkeit der Alternativprodukte gegeben ist.

Ausblick

Die Ausführung von Korrosionsschutzarbeiten ist in Abhängigkeit vom Bauwerk prinzipiell aufwendig und teuer. Eine Berücksichtigung bei der Anwendung der oft unterschätzten Spaltabdichtung können demnach nur Systeme finden, die sicher und damit mit den Beschichtungen verträglich sind. Es mangelt auf dem europäischen Markt zwar nicht an Dichtmassen, es fehlen aber Lösungen für eine wirksame Anwendung. Durch eine bessere Gestaltung der Spaltabdichtungen unter Verwendung qualitativ hochwertigerer Dichtmassen soll der Korrosionsschutz im Stahl- und Metallbau auf ein höheres Qualitätsniveau gehoben werden. Alternativ entwickelte Dichtstoff-Beschichtungskombinationen können unmittelbar verwendet werden. Eine aktuelle Preisabfrage zwischen Einkomponenten-Polyurethan-Dichtstoffen und MS-Polymeren ergab vergleichbare Kosten, so dass rein wirtschaftliche Gesichtspunkte einem möglichen Einsatz nicht entgegenstehen.
Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse können direkt für nachfolgende Forschungsprojekte zu Abdichtungen im Fahrzeugbau benutzt werden, wo jedoch teilweise komplexere Belastungsbedingungen wirken.

Stand: 10.09.2015
Projektdaten aktualisiert: 31.10.2014

Unternehmen A–Z

Nach oben