Institut für Lacke und Farben e. V. – iLF


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Geförderte Projekte: 10


Abbau von Filmkonservierungsmitteln in Holzbeschichtungen


Zusammenhang des Biozidgehaltes und der mikrobiologischen Wirksamkeit bei Farbsystem 1 in Abhängigkeit von der Zeit der künstlichen Bewitterung
Zusammenhang des Biozidgehaltes und der mikrobiologischen Wirksamkeit bei Farbsystem 1 in Abhängigkeit von der Zeit der künstlichen Bewitterung

Projektidee

Im Blickpunkt des Forschungsvorhabens stand die Bewertung der Effizienz von Filmkonservierungsmitteln in Holzbeschichtungen für den Fassadenbereich im zeitlichen Verlauf einer Bewitterung bzw. deren Simulation. Der Schwerpunkt lag dabei auf der quantitativen Bestimmung filmkonservierender Wirkstoffe in Korrelation mit biologischen Untersuchungen, um die Verwendung von Filmkonservierungsmitteln in entsprechenden Produkten sinnvoll in Relation zu eventuellen Gesundheitsrisiken und Umweltbelastungen zu setzen bzw. etablierte, neuartige und alternative Filmkonservierungen miteinander zu vergleichen. Im Kontext der Biozid-Produkte-Richtlinie 98/8/EG (BPD) sollten nur Filmkonservierungsmittel gemäß dieser Produktart untersucht werden.
In dem Projekt sollten Aussagen zur Wirksamkeit der Biozide bei alleiniger Verwendung in Holzbeschichtungen getroffen werden. Dadurch wurde eine höhere Differenzierung in der Qualitätsbewertung der verwendeten Holzbeschichtungen bezüglich ihrer alleinigen Wirkung gegen diese Umwelteinflüsse gewährleistet.
Als Fazit aus den in diesem Projekt durchgeführten Experimenten lässt sich aussagen, dass die Freibewitterung die Leistungsfähigkeit von Beschichtungen realitätsnah zu charakterisieren vermag. Die Simulation durch künstliche Bewitterung ist deutlich aggressiver. Trotz unterschiedlichen Kurvenverläufe war aber eine gewisse Korrelation gegeben.
Die Abbildung zeigt deutlich an einem Beschichtungsstoff die Korrelation zwischen sinkenden Fungizidgehalt von IPBC und der Zunahme des Pilzwachstums auf der Beschichtungsoberfläche.

Kundennutzen

Die gewonnen Erkentnisse sollten bei der Rezeptierung von modernen Holzbeschichtungen zur Optimierung der Schutzwirkung verwendet werden. Ein weiterer Aspekt des Projekts war es, beim Einsatz der zum Schutz notwendigen Biozide eine Minimierung der toxikologischen und Umweltrisiken zu unterstützen.
Ein weiteres Ziel war die Entwicklung einer künstlichen Bewitterungsprüfung, welche als zeit- und kosteneffiziente Alternative zu Freibewitterungsversuchen hernagezogen werden kann.
Aus den bereits geknüpften Kontakten zu deutschen Herstellern von Holzbeschichtungen kristallisiert sich ebenfalls die Wichtigkeit dieses Marktes heraus. Der Gesamtmarkt bezüglich der Neulackierung von entsprechenden Holzelementen wird in Deutschland auf 35-40 Mio. Euro, in Europa auf 220 Mio. Euro eingeschätzt, wovon insbesondere deutsche Hersteller und Exporteure profitieren dürften.

Ausblick

Es wird eingeschätzt, dass ein zunehmendes Interesse an einer verlässlichen Prüfmethode besteht, mit welcher die Wirksamkeit der Filmkonservierung von Holzbeschichtungen nachgewiesen werden kann. Hersteller derartiger Beschichtungsstoffe könnten mit einer zuverlässigen Nachweismethode in stärkerem Maße für diese funktionalisierten Beschichtungen werben, so dass auch ein besserer Stellenwert auf dem Markt und damit steigende Verkaufszahlen ermöglicht werden können. Die im Rahmen des Projekts erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen werden einerseits allen interessierten Partnern zu marktüblichen Konditionen angeboten, andererseits aber auch für weitere Forschungs- und Entwicklungsarbeiten genutzt.

Stand: 10.09.2015
Projektdaten aktualisiert: 31.10.2014

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