Frankenförder Forschungsgesellschaft mbH


Potsdamer Straße 18a
14943 Luckenwalde

Geschäftsführer: Dipl. agraring. Doreen Sparborth


Telefon: 030 28091940
Telefax:
E-Mail: info@frankenfoerder-fg.de
Internet: http://www.frankenfoerder-fg.de

Geförderte Projekte: 1


Entwicklung eines Verfahrens zur Generierung und Charakterisierung equiner Bronchialepithelzellen


Morphologie von kultivierten EBEC in AECGM mit 10 % FBS
Morphologie von kultivierten EBEC in AECGM mit 10 % FBS

Projektidee

Atemwegsepithelzellen können neben der physiologischen Bedeutung auch Entzündungsmediatoren freisetzen und somit im Zusammenhang mit Atemwegserkrankungen wie bei der RAO des Pferdes eine Rolle spielen. Dennoch wurde dies in isolierten primären Epithelzelllinien der equinen Atemwege bisher nicht untersucht, da es bisher keine Zellmodelle der Atemwege für das Pferd gibt.
Ziel dieses Vorhabens war es daher, proliferationsfähige Atemwegsepithelzellen des Pferdes (Bronchialepithelzellen) zu etablieren und diese zu Versuchszwecken über mehrere Passagen zu nutzen. Mit diesen Zellen sollen die mühsamen, kostspieligen und nicht-homogenen herkömmlichen Verfahren ersetzt werden. Von besonderer Bedeutung sind Zellkulturmodelle von Atemwegsepithelzellen für die Klärung der Pathomechanismen der equinen RAO und für die Entwicklung von Faktoren-spezifischen Medikamenten für Pferde sowie als Zellmodell zur Untersuchung des humanen Asthma bronchiale, da die RAO diesem sehr ähnelt.

Kundennutzen

Dieses Zellmodell kann alternativ zu lebenden Tierversuchen zu pharmazeutischen und toxikologischen Prüfung und im Rahmen der Krankheitserforschung genutzt werden.
Die Ergebnisse des abgeschlossenen Projektes ermöglichen den Einsatz der proliferationsfähigen equinen Bronchialepithelzellen zur Beantwortung zahlreicher Fragestellungen in Bezug auf pharmakologische, toxikologische sowie therapeutische Untersuchungen und zur Erforschung der Krankheitsentstehung in den Atemwegen beim Tier oder Menschen. Neben der Verwendung der Atemwegsepithelzellen bei der Untersuchung physiologischer Funktionen und pathologischer Veränderungen sind diese Zellen für die Arzneimittelentwicklung und -screening in präklinischen Studien alternativ zu Tierversuchen von unschätzbarer Bedeutung und können somit als wichtige Tools für die pharmazeutischen Unternehmen dienen.

Ausblick

Eine wesentliche Zielgruppe der entwickelten Produkte sind Unternehmen der Pharmaindustrie und wissenschaftliche Einrichtungen der Human- und Veterinärmedizin, die sich mit Atemwegserkrankungen befassen. Die primären equinen Bronchialepithelzellen sowie die Bronchialepithelzelllinien werden zur Prüfung von Substanzen in pharmakologischen und toxikologischen Arzneimittelstudien benötigt bzw. können im Rahmen der Grundlagenforschung ihren Anwendungsbereich entsprechend adaptiert und genutzt werden. Der Hauptabsatzmarkt ist die pharmazeutische Industrie weltweit, die ein hohes Budget für die Entwicklung neuer Arzneimitel einsetzt.
Bis zu der Entwicklung des Verfahrens und der equinen Bronchialepithelzellen gab es keinerlei primäre sowie immortalisierte Epithelzellen dieser Art, so dass die vorliegende Entwicklung der Isolations- und Kultivierungs- sowie Immortalisierungstechnik der primären Zellen und der Zelllinien einen hohen Innovationsgrad als marktfähiges Verfahren oder Produkt darstellen. Es ist damit zu rechnen, dass die Forschungsergebnisse aufgrund von Publikationen auf großes Interesse stoßen werden. Dementsprechend werden ausreichend primäre und immortalisierte Zellen kryokonserviert aufbewahrt und die Verfahrensentwicklung mit einer Gebrauchsmusteranmeldung geschützt.

Stand: 06.10.2015
Projektdaten aktualisiert: 31.10.2014

Unternehmen A–Z

Nach oben