fzmb GmbH Forschungszentrum für Medizintechnik und Biotechnologie


Geranienweg 7
99947 Bad Langensalza

Geschäftsführer: Dr. Peter Miethe, Dr. Dirk Barnewitz


Telefon: 03603 833-120
Telefax: 03603 833-150
E-Mail: pmiethe@fzmb.de
Internet: http://www.fzmb.de

Geförderte Projekte: 16


Mikrobiologische Differenzierung mittels Ionenmobilitätsspektrometrie (IMS) anhand flüchtiger organischer Substanzen (VOC)


Ionenmobilitätsspektrometrie mit Gaschromatographiesäule-Ofen
Ionenmobilitätsspektrometrie mit Gaschromatographiesäule-Ofen

Projektidee

Gegenstand des Projektvorhabens war die Entwicklung eines Gerätesystems und Verfahrens auf der Basis der Ionenmobilitätsspektrometrie (IMS) zur Erfassung und Analyse charakteristischer Cluster flüchtiger organischer Verbindungen (volatile organic compounds, VOC) für die Anwendung in der veterinärmedizinischen Mikrobiologie und da besonders in der Bakteriologie. Das Projekt wurde in Hinblick auf die Verkürzung der Untersuchungszeiten und die schnellere Erfassung der Resistenzsituation von Bakterien gegenüber Antibiotika durchgeführt.

Kundennutzen

Ein Gerätesystem, basierend auf der IMS und kombiniert mit einer Gaschromatographiesäule (GC) wurde so adaptiert, dass dieses für die Verwendung zur Differenzierung in der Bakteriologie nutzbar ist. Die zahlreichen durchgeführten Untersuchungen belegen die Funktionsfähigkeit der gerätetechnischen Innovation. Dazu wurden einige ausgewählte medizinisch-mikrobiologische Fragestellungen bearbeitet, wie

  • die Untersuchung von aus Patientenmaterial isolierten Bakterien und der Vergleich zur konventionell durchgeführten bakteriologischen Untersuchung,
  • die Differenzierung der Bakterien nach verkürzter Kultivierungsdauer,
  • die Prüfung, ob Resistenzen gegenüber Antibiotika anhand der von den Bakterien freigesetzten VOCs mittels GC-IMS detektierbar sind,
  • die direkten Untersuchungen am Patienten (Atemluft) und von Patientenmaterial ohne Einschaltung einer Kultivierung im Labor durchführbar sind.

Ausblick

Die Resultate der Studien bestätigten die Richtigkeit der innovativen Ideen, zeigen aber auch den Bedarf an weiterführenden Untersuchungen auf. Im Ergebnis des Projektvorhabens liegt das für die Applikation genutzte Gerätesystem als Funktionsmuster vor. Für die Anwendung im mikrobiologischen Labor wurde ein diagnostisches Verfahren erarbeitet, das eine Verkürzung der Untersuchungszeit erlaubt. Die weitere Entwicklung zur Serienreife und ggf. erforderliche Zulassung soll in Zusammenarbeit mit einem Industriepartner erfolgen. Für die im Projektvorhaben erarbeitete Kammer zur standardisierten Entnahme der Headspaceproben über mikrobiologischen Proben wird aktuell die Patentierung beantragt.

Stand: 06.10.2015
Projektdaten aktualisiert: 01.11.2014

Unternehmen A–Z

Nach oben