Innovationskatalog - Förderprogramm INNO-WATT 




Institut für Korrosionsschutz Dresden GmbH – IKS


Gostritzer Straße 65
01217 Dresden

Geschäftsführer: Dr. Susanne Friedrich
Dipl.-Betriebswirt Thomas Lange


Telefon: 0351 8717100
Telefax: 0351 8717150
E-Mail: info@iks-dresden.de
Internet: http://www.iks-dresden.de

Geförderte Projekte: 13


Entwicklung eines Verfahrens zur beschleunigten Vorkorrosion von Stahlblechen für Beschichtungsprüfungen


links: durch Schnellkorrosionsverfahren in 10 Tagen erzeugtes Stahlprüfblech nach Handentrosten, rechts: Prüfblech nach dreijähriger Freibewitterung und Handentrostung
links: durch Schnellkorrosionsverfahren in 10 Tagen erzeugtes Stahlprüfblech nach Handentrosten, rechts: Prüfblech nach dreijähriger Freibewitterung und Handentrostung

Projektidee

Hersteller und Anwender benötigen für die Entwicklung und überprüfung von Beschichtungsstoffen vorkorrodierte Stahlbleche. Da diese durch die umständliche und zeitaufwendige Freibewitterung erzeugt werden müssen, herrscht häufig ein Mangel an geeigneten Proben, wodurch sich die Möglichkeit, Industrie- und Forschungsaufträge zu planen und zu bearbeiten, stark verlangsamt und erschwert wird. Für Lehrgänge zur Ausbildung von Personal für Beschichtungsarbeiten fehlen ebenfalls vorkorrodierte Stahlbleche, die dort in großer Anzahl benötigt werden.
Das Vorhandensein einheitlicher Prüfkörper in ausreichender Zahl ist die Grundlage dafür, dass akkreditierte Prüfinstitute wie das IKS Dresden Aufträge bearbeiten können. Insofern besteht hier dringender Bedarf an einer neuen Methode zur beschleunigten Erzeugung von geeigneten vorkorrodierten Prüfblechen.

Kundennutzen

Durch ein Laborverfahren konnte auf Stahlprüfblechen innerhalb von nur zwei Wochen eine Rostschicht mit ähnlicher Beschaffenheit wie bei drei Jahren freibewitterten Blechen gebildet werden. Die Methode ist zudem leicht nachvollziehbar und an jedem Ort umsetzbar bei überschaubaren Kosten. Bei den Vergleichstests zeigten die so erzeugten Rostbleche in den meisten Fällen ein den freibewitterten Proben sehr ähnliches Verhalten, lediglich die Abreißfestigkeit war z. T. niedriger als die aus der Freibewitterung.
Immer wieder sind Neuentwicklungen von Beschichtungsstoffen von einer neutralen Einrichtung wie dem IKS Dresden zu prüfen, bevor sie zur Verwendung zugelassen und verkauft werden können. Die Reproduzierbarkeit und überprüfbarkeit der Untersuchungsergebnisse sind entscheidend für die Reputation eines Prüflabors und seiner Fähigkeit, Industrie- und Forschungsaufträge zu erhalten. Ein praktikables Verfahren zur Erzeugung von einheitlichen Prüfkörpern leistet dazu einen essentiellen Beitrag.
Das neue Verfahren könnte, nachdem es ausgereift ist, zudem in zukünftige Werks- und Industrienormen einfließen, was jedoch noch viele weitere Vergleichstests und Ringversuche erfordert.

Ausblick

Es traten bei Applikation der Beschichtungsstoffe bei einem Teil der im Labor erzeugten Proben Probleme bei der Filmbildung auf. Diese müssen erst beseitigt werden, bevor das Verfahren eingesetzt werden kann. Innerhalb der nächste Jahre sollen zu diesem Zweck noch Modifikationen bei der Herstellungsprozedur der künstlich vorkorrodierten Bleche und Parallelversuche bei Korrosionsschutzuntersuchungen mit Beschichtungssystemen mit den künstlich erzeugten Proben und den regulären freibewitterten Blechen durchgeführt werden. Sind die Ergebnisse positiv, d. h. es liegt eine hohe übereinstimmung vor und es treten keine Applikationsprobleme mehr auf, kann mit der Verwertung begonnen werden.

Stand: 04.01.2016
Projektdaten aktualisiert: 02.12.2015

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