Forschungs- und Transferzentrum Leipzig e. V. - FTZ


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Geförderte Projekte: 2


Entwicklung eines chirurgischen Trainingssimulators für die Lendenwirbelsäule


LewiSim Trainingssystem; © Ben Andrack – FTZ Leipzig e. V.
LewiSim Trainingssystem; © Ben Andrack – FTZ Leipzig e. V.

Projektidee

Gegenstand dieses Förderantrags war die Entwicklung eines realistischen, wirtschaftlich herstellbaren, anwendungs- und marktreifen Trainingssimulators für Operationen an der Lendenwirbelsäule.
Der Simulator soll in seinen Eigenschaften so realistisch sein, dass er eine echte Alternative zu einer geführten Operation an einem realen Patienten darstellt.

Kundennutzen

Kostensenkung
Die Assistenzarztausbildung in Universitäts- und Lernkliniken wird heutzutage überwiegend im Operationssaal realisiert. Hohe Kosten ergeben sich aus dem zusätzlichen Zeitaufwand für den Facharzt durch die Anwesenheit eines Assistenzarztes während einer Operation. Durch eine vorab durchgeführte Operation am Simulator erhalten die Assistenzärzte die Möglichkeit, einen bestimmten Eingriff zu praktizieren und wichtige Operationstechniken vorab kennenzulernen, bevor dieser Eingriff am realen Patienten vorgenommen wird. Die Einbindung unseres Simulators in die Assistenzarztweiterbildung kann somit den Zeitaufwand und die daraus resultierenden Kosten deutlich reduzieren.

Vermeidung der ethischen Fragestellung des chirurgischen Trainings

Da alternative Simulatoren hinsichtlich der Haptik und Optik bisher nur unzureichend der Anatomie eines realen Patienten entsprachen, konnten nur chirurgische Trainingskonzepte für Assistenzärzte und Fachärzte entwickelt werden, die den Einsatz von Humanpräparaten oder Tiermodellen beinhalten. Die damit verbundenen ethischen Probleme sind hinreichend bekannt. Angesichts des begrenzten Einsatzes bzw. des grundsätzlichen Verbots in einigen Ländern, Humanpräparate für die ärztliche Fort- und Weiterbildung zu nutzen, als auch der wachsende Druck vonseiten der Tierschutzorganisationen, sehen sich Medizinproduktehersteller und Kliniken gezwungen nach Alternativen zu suchen.

Motivationseffekte durch realistische OP-Umgebung
Im Vergleich zu anderen Simulatoren (VR-Simulatoren oder Knochenmodelle) kann die Operation am Simulator mit realem Instrumentarium, intraoperativer Technik sowie einem echten OP-Team (OP-Schwester, Assistent, Chirurg) durchgeführt werden. Der Arzt befindet sich in seiner gewohnten Arbeitsumgebung, jedoch mit zusätzlichen Vorteilen. So erhält er u.a. Feedback, denn über die Sensorik kann z.B. die OP-Qualität gemessen werden, und es werden Trainingsszenarios, mögliche Komplikationen und verschiedene Operationsarten trainiert, die am realen Patienten in dieser Form nicht geübt werden können. Dadurch lässt sich sowohl das Lernpotential des Chirurgen steigern als auch seine Motivation, an Trainingskursen teilzunehmen.

Quantitative Leistungsmessung
ärzte in Fort- und Weiterbildung erhalten durch das Simulationssystem Rückmeldungen zu ihren Leistungen bzw. individuellen Lernfortschritten, denn nur eine realistische Einschätzung ihres aktuellen Leistungsvermögens gewährleistet eine entsprechende Patientensicherheit.

Stand: 18.01.2016
Projektdaten aktualisiert: 05.12.2015

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