Jähnig GmbH Felssicherung & Zaunbau


Talstraße 11
01738 Dorfhain

Geschäftsführer: Dipl.-Ing. (FH) Jens Jähnig

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Geförderte Projekte: 2


STONETWORK – Netzkonstruktion mit vorgesetzten Steinen


StoNet®
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Projektidee

Die vergangenen Jahre haben im Zusammenhang mit den deutlichen klimatischen Veränderungen gezeigt, dass auch in Deutschland die Zahl der Extrem-Wetterereignisse zunimmt. Dazu gehören vor allem auch Hochwasser, die sich insbesondere in den deutschen Mittelgebirgslandschaften, in Küstenbereichen sowie auch im Flachland (Prallhangbereiche, steile Uferböschungen) teilweise verheerend auswirken.

Entsprechende behördlichen Planungen sowie die Anforderungen der europäischen Wasserrahmenrichtlinie erfordern gegenwärtig ein völlig neues Herangehen an Uferbefestigungen/-sicherungen durch die schrittweise Ablösung ingenieurtechnischer durch ingenieurbiologische Bauweisen.

Vor diesem Hintergrund und vor allem aufgrund der eingeschränkten Platzverhältnisse in den vordringlichen Zielbereichen lag der Schwerpunkt des Vorhabens darin, naturnahe Materialien bzw. Ausführungen einzusetzen, die hoch beständig und mit einem geringen Eingriff in bestehende Ufer- und Vorlandstrukturen verbunden sind. Das Entwicklungsvorhaben zielte konkret auf die Entwicklung einer neuartigen wasserbautechnischen Lösung zur hoch beständigen, naturnahen und flexiblen Sicherung von Böschungen und Sohlen in Prallhangbereichen von Hochwasser gefährdeten Gebirgsflüssen. Der Hauptvorteil dieser Lösung besteht darin, dass sie die statisch relevanten Sicherungskomponenten durch die vorgesetzte Konstruktion aus Natursteinen wirksam und dauerhaft sichert. Kernelemente des FuE-Projektes und gleichzeitig herausragende innovative Ansprüche der neuen Lösung sind:

Einsetzbarkeit

  • im Sohlbereich als Sohlsicherung und als Uferschutz
  • steile Böschungen von 45° – 70° (bis 90° möglich)
  • große Fließgeschwindigkeiten
  • Anwendbarkeit über den Hochwasserschutz hinaus (Hangsicherung im Verkehrs- und Wegebau, Küstenschutz, Wandverkleidung für Häuser

Bautechnischer Aufwand

  • gering (bezogen auf Baugrube und Erdbau)
  • Einbau kann auch von der Wasserseite aus erfolgen, so dass bestehende Vorlandstrukturen in weiten Teilen erhalten werden können.
  • auf eine Wasserhaltung kann verzichtet werden

Kosten / Preis

  • mittel bis hoch
  • Preisziel (Systempreis): 150 – 300 €/m? bei geringem Eingriff in die Natur und bei hoher Lebensdauer
  • Eine ausführliche Kostenkalkulation wurde erstellt.

Flexibilität des Systems

  • weitestgehend flexibles erosions- und abrasionssicheres System für Böschung und Sohle
  • im Schadensfall (Herauslösen von Einzelsteinen) greift eine gewisse Selbstheilung bzw. ist ein Lückenschluss vor Ort möglich

Materialbedarf

  • gering durch geringe Einbaumächtigkeit über dem Böschungsgrund von 10 – 20 cm Beständigkeit
  • Haltbarkeit/Lebensdauer: >> 20 Jahre durch Schutz der statisch relevanten Komponenten mit vorgesetzter Schutzkonstruktion aus Natursteinen

Naturschutzfachliche Bewertung

  • geringer Eingriff in das bestehende Sohl- und Böschungssystem; kaum Einengung des Gewässers durch geringe Abmaße (10 – 20 cm über Böschungsgrund)
  • Durchgängigkeit innerhalb des Gewässers bzw. zwischen Gewässer und Vorland wird wenig beeinträchtigt.
  • Hohlräume zwischen den Steinen können sich im Laufe der Zeit mit Sediment füllen, so dass eine Teilbegrünung bzw. Erhalt der vorhandenen Begrünung möglich wird (bei flacheren Böschungen kann auch Sediment eingeschwämmt werden) und stellen einen natürlichen lebensrau für diverse Kleintiere dar.
  • Durchlässigkeit für Kleinlebewesen
  • keine nachteilige Beeinflussung der natürlichen Wechselwirkung zwischen Grund- und Oberflächen-wasser → ungehinderter Abfluss

Fertigung

  • hoher Mechanisierungsgrad durch werkseitig vorgefertigte Elemente
  • schlanke Bauweise mit geringer Einschränkung des Gewässerprofils.

Im Zusammenhang mit dem Vorhaben wurde Gebrauchsmusterschutz erteilt.

Stand: 14.11.2011
Projektdaten aktualisiert: 02.11.2010

Unternehmen A–Z

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