Sächsisches Textilforschungsinstitut e. V. – STFI


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Geschäftsführer: Geschäftsführender Direktor: Dipl.-Ing.-ök. Andreas Berthel

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Geförderte Projekte: 61


Spektralanalyse


Projektidee

Ziel des Vorhabens war es, unter Nutzung und Weiterentwicklung von vorliegenden Erkenntnisse und Erfahrungen definierte orts- und zeitaufgelöste spektrale Untersuchungen an Niederspannungs-störlichtbögen durchzuführen. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, die erhöhte Gefährdung von Arbeitern hinsichtlich Verbrennungen verschiedener Körperpartien zu vermindern und eine deutlich verbesserte Entwicklungsoptimierung für Schutztextilien zu erreichen.

Kundennutzen

Durch die Ergebnisse des Forschungsprojektes wurden europaweit erstmalig Voraussetzungen geschaffen, um zukünftig Schutztextilien sowie Gesichtschutzmaterialien gegen die optischen und thermischen Gefahren eines Störlichtbogens auf Basis eines Bewertungskonzeptes überprüfen zu können. Derartige Schutzsysteme mit Alleinstellungsmerkmalen, die ein hohes Maß an Technologiekompetenz erfordern, dienen insbesondere den kleinen und mittelständischen Textil- und Bekleidungsunternehmen zur Sicherung neuer Marktsegmente im Bereich der persönlichen Schutzausrüstung und somit zur Erzielung von Wettbewerbsvorteilen gegenüber Mitwettbewerbern. Damit wird ein Beitrag für den weiteren Ausbau der Marktposition deutscher Textilproduzenten im europäischen Maßstab geleistet.
Die Projektergebnisse kommen direkt den Herstellern und Trägern von Elektrikerschutz in Form einer höheren Produktsicherheit zugute, sowie indirekt auch den Prüf- und Zertifizierungsstellen. Somit wird ein wesentlicher Beitrag für den Erhalt und den Ausbau der Spitzenstellung deutscher Schutzsystemhersteller geleistet.

Ausblick

Für eine detaillierter spektrale Analyse auch im Wellenlängenbereich oberhalb von 1100 nm müsste eine neue Prüfanordnung mit spezieller spektrometrischer Analyseeinheit eingesetzt werden. Diese Untersuchung hätte den Vorteil, den Energieanteil, der in den jetzigen Untersuchungen nicht beinhaltet war, mit in die Energiebetrachtung einzubinden.

Der Anteil der hierbei noch nicht betrachtet wurde umfasst jedoch nur einen geringen Energieanteil, da im physikalischen Sinn bei längeren Wellenlängen weniger Energie transportiert wird.
Hierbei müsste eine genauere Anbindung des spektrometrischen Messstartpunktes an die in der Prüfung aufgenommenen Strom- Spannungsmesskurven erfolgen, um eine genaue Korrelation in verschiedenen Zeitpunkten der umgesetzten elektrischen Energie vornehmen zu können.

Auch muss im Bereich der Wellenlängen oberhalb von 1100 nm ein spezielleres Spektrometer eingesetzt werden, welches auf die Wärmeeinwirkung im mittleren infraroten Wellenlängenbereich ausgelegt ist.

Stand: 12.03.2012
Projektdaten aktualisiert: 03.12.2011

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