Institut für Korrosionsschutz Dresden GmbH – IKS


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01217 Dresden

Geschäftsführer: Dr. Susanne Friedrich
Dipl.-Betriebswirt Thomas Lange


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Geförderte Projekte: 13


Entwicklung eines Verfahrens zur Bewertung des Einflusses der Warmwassertemperatur auf die Schwermetallmigration von Kupfer und Kupferwerkstoffen in der Trinkwasser-Hausinstallation


Versuchsanlage Warmwasser am Institut für Korrosionsschutz Dresden GmbH
Versuchsanlage Warmwasser am Institut für Korrosionsschutz Dresden GmbH

Projektidee

Die Ziele des Forschungsvorhabens waren die Untersuchung des Korrosionsverhaltens von Kupfer und Kupferlegierungen in der Trinkwasser-Hausinstallation mit erwärmtem Trinkwasser und die Veränderung der Trinkwasserbeschaffenheit durch den Eintrag von Korrosionsprodukten.

Als Basis für die Korrosionsuntersuchungen mit korrosiven Warmwässern galt es, eine modifizierte Versuchsanlage nach DIN 50931-1 zu entwickeln und technisch umzusetzen. Basis für die Probenahme waren die Stagnations- und Spülzeiten nach DIN 50931-1, über eine Messphase von T = 26 Wochen. Zusätzlich erfolgte eine 4h-Stagnationsbeprobung der Anfangsphase (Probenahme innerhalb der ersten Betriebswoche). Die durchgeführten Arbeiten und deren Publikation sollen dazu beigetragen, den sicheren Einsatz von Kupferwerkstoffen zu gewährleisten. Dadurch kann das Risiko für Korrosionsschäden durch eine unzulässige Beeinträchtigung der Trinkwasserbeschaffenheit bzw. selektive Korrosion an Kupferwerkstoffen weiter vermindert werden.

Kundennutzen

Zielgruppe für den Technologietransfer sind insbesondere Planer und Projektanten von Trinkwasser-Hausinstallationen, Hersteller von Kupferwerkstoffen und Wasserversorgungsunternehmen. Im Rahmen der Informationspflicht der Wasserversorgungsunternehmen gemäß Trinkwasserverordnung dienen die Ergebnisse der aktuellen Information der Verbraucher über die Auswahl geeigneter Werkstoffe für die Trinkwasser-Hausinstallation nach den anerkannten Regeln der Technik.

Ausblick

Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens dienen dazu, neueste Erkenntnisse zu gewinnen, die zu einer Erhöhung der Sicherheit bei der Einhaltung der Anforderungen der Trinkwasserverordnung in warmem Trinkwasser führen, wenn Bauteile aus Kupfer und Kupferlegierungen zum Einsatz gelangen. Dabei kann von einer Zunahme des Anteils an bleifreiem entzinkungsbeständigen Messing an der Gesamtproduktion des Messings ausgegangen werden.
Die Ergebnisse der Korrosionsuntersuchungen werden zudem Eingang in die bestehenden Regelwerke DIN EN 15664-1 und DIN 50930-6, die nur für kalte Trinkwasser gelten, finden.

Stand: 28.09.2012
Projektdaten aktualisiert: 02.12.2012

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