WTZ Roßlau gGmbH


Mühlenreihe 2a
06862 Dessau-Roßlau

Geschäftsführer: Dipl.-Ing. Günther Gern

Telefon: 034901 883-0
Telefax: 034901 883-120
E-Mail: info@wtz.de
Internet: http://www.wtz.de

Geförderte Projekte: 2


Unternehmensprofil Zurück
Das Wissenschaftlich-Technische Zentrum (WTZ) Dieselmotoren Roßlau wurde im Jahr 1950 gegründet.

Unmittelbarer Anlass für die Firmengründung waren die wirtschaftlichen Folgen aus der Spaltung Deutschlands. Die ostdeutsche Wirtschaft benötigte für ihren Aufbau in großem Umfang Antriebstechniken. Die regionalen Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten des Motorenbaues waren weitestgehend zerstört.

Mit der Gründung des Wissenschaftlich-Technischen Zentrums erfolgte die Ausrichtung der Tätigkeit auf Entwicklungs- und Konstruktionsleistungen für Dieselmotoren. Der Arbeits-schwerpunkt lag dabei in der Neu- und Weiterentwicklung von Dieselmotoren für den Einsatz als Schiffsantriebs-, Generator- und Bahnmotoren bis zu einer Leistung von 2 500 PS.

Weiterhin erfolgten Untersuchungen und Entwicklungsarbeiten am Motorzubehör, wie Rotationsfilter, mech.-hydraulischverstärkte Drehzahlregler, Sondermaschinen für Ein-spritzsystemhersteller, Viskositätsschwingungsdämpfer usw.

Markante Leistungen aus dieser Zeit sind die Entwicklung des ersten deutschen elektronisch gesteuerten Dieseleinspritzsystems, der Aufbau einer Zweistufen-Abgasturboaufladung für Motoren mit Nutzdruck bis 3,0 MPa. Weiterhin wurden die Motortypen 6 VD 36/30 AL mit
pe = 1,6 MPa und 1480 kW sowie der Motor 6 VDS 18/16 AL mit pe = 1,65 Mpa und 450 kW komplett neu entwickelt. Nennenswert sind auch hier wieder Leistungen auf dem Zubehörsektor, wie automatisches Schmierölrückspülfilter, ölnebeldetektor und elektronischer Drehzahlregler.

Das WTZ Dieselmotoren zeichnete sich durch seine komplexe Struktur aus Grundlagenforschung, Basisforschung und industrieller Nutzung, angewandter Entwicklungsleistungen und experimenteller

Arbeiten aus. Leistungsfähige Labore und Werkstätten ermöglichten den Eigenbau projektbezogener Entwicklungs- und Prüftechniken sowie eine stark technologieorientierte Entwicklungsarbeit.

Am 13. April 1994 wurde das WTZ Roßlau durch die Treuhandanstalt privatisiert. Dessen Gesellschafter ist zu 100 % der Trägerverein "Wissenschaftlich-Technisches Zentrum für Motoren- und Maschinenforschung e. V.", der durch einen Vorstand vertreten wird.

Das Leistungsprofil des WTZ Roßlau wird durch folgende Gebiete repräsentiert:

  • Forschung und Entwicklung
  • Konstruktion, Berechnung und Projektierung
  • Musterbauleistung und Fertigung
  • Montage und Umrüstung
  • Erprobung, Messung und Prüfung
  • Gutachten und Beratung.

Im Schwerpunkt werden heute Entwicklungsleistungen für Auftraggeber aus den Branchen Motorenbau, Energieanlagen und Umweltschutztechnik bearbeitet.

Das WTZ Roßlau verfügt für seine Entwicklungsleistungen über eine leistungsfähige und in den letzten Jahren modernisierte gerätetechnische Basis. Dazu zählen u. a.:

  • Konstruktionsbüros mit CAD- und 3D-Arbeitsplätzen
  • eine Berechnungsabteilung mit einem breiten Fundus von Programmen für die Maschinendynamik und Bauteilfestigkeit
  • ein modernes Bauteillabor mit Prüfeinrichtungen für Zug-Druckbelastungen, Torsion und Biegung sowie elektromagnetischer Schwinger (Shaker) mit Temperaturkammer
  • ein Werkstofflabor mit modernsten Prüfmaschinen, Mikroanalysesystemen und Rasterelektronenmikroskop
  • modernste Motorenprüfstände mit neuester Messtechnik für Untersuchungen sowohl an kompletten Erzeugnissen und Anlagen als auch an Baugruppen, Systemen und Komponenten von Diesel-, Gas- und Schwerölmotoren sowie mit alternativen Kraftstoffen
  • umfangreiche Analysenmesstechnik zur Durchführung von gasförmigen Schadstoffmessungen, Partikelgrößen- und Partikelmassenbestimmungen sowie Partikelanalyse
  • Schall- und Schwingungsuntersuchungen
  • eine mechanische Werkstatt für Musterbauten und Kleinserien, Vorrichtungs- und Werkzeugbau.

Jüngste Arbeiten betreffen u. a.:

  • Erstellung von Hauptentwürfen für neue Motoren
  • Optimierung von bestehenden Motoren hinsichtlich Schadstoffemissionen
  • angewandte Forschung im Bereich optischer Brennraumuntersuchungen
  • Bauteilgestaltung und Festigkeitsberechnungen nach FEM im 3D-Verfahren
  • Bau von großen 1-Zylinder-Versuchsmotoren und dazugehörigen Anlagen
  • Entwicklung von Zündverfahren und Prozessoptimierungen an Gasmotoren
  • Entwicklung und Kleinserienfertigung.



Das Qualitätsmanagement-System des Unternehmens wurde durch den Germanischen Lloyd, Hamburg, nach der DIN EN ISO 2000 zertifiziert. Das Werkstoff-, Bauteil- und Umweltlabor sowie die Motorenprüfstände sind nach DIN EN ISO/IEC 17025:2005 als Prüflaboratorien akkreditiert.

Durch seine finanzrechtliche Anerkennung als gemeinnützige Einrichtung ist das WTZ Roßlau in der Lage, sein Leistungsangebot insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen verfügbar zu machen. Das WTZ hat hier in den vergangenen Jahren bereits wichtige Hilfen für den Strukturwandel in der ostdeutschen Wirtschaft durch Technologietransfer und verschiedenartige Entwicklungsleistungen an Produkten und Fertigungsverfahren gegeben.

Auch in der absehbaren Zukunft soll diese Wirksamkeit fortgesetzt werden. Gleichzeitig ist es das Anliegen der Gesellschafter und Firmenleitung sowie auch des Mitarbeiterteams, durch attraktive Entwicklungsergebnisse die Wettbewerbsfähigkeit des WTZ Roßlau als Forschungsunternehmen zu demonstrieren.


Unternehmensprofil aktualisiert: 01.12.2015

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