Institut für Automation und Kommunikation e. V. Magdeburg – ifak


Werner-Heisenberg-Straße 1
39106 Magdeburg

Geschäftsführer: Institutsleiter: Prof. Dr.-Ing. Ulrich Jumar

Telefon: 0391 99014 0
Telefax: 0391 9901590
E-Mail: info@ifak.eu
Internet: http://www.ifak.eu

Geförderte Projekte: 4


Unternehmensprofil Zurück
Das Institut für Automation und Kommunikation (ifak) ist ein ingenieurwissenschaftliches Forschungsinstitut im Wissenschaftshafen der Landeshauptstadt Magdeburg. Seit 2008 hat es seine Wirkungsstätte in der Denkfabrik – einem ehemaligen Getreidespeicher des Handelshafens. Aus einem Getreidesilo wurden nahe der Otto-von-Guericke-Universität Arbeitsplätze für rund 100 Forscher und Entwickler sowie Labor- und Technikumsräume.

Seine Wurzeln hat das 1991 gegründete Institut in der Universität Magdeburg. Als Schlüsseldisziplin ist die Automation nicht nur Helfer in verschiedenen Anwendungsbranchen, sie ist ein Innovationsmotor. So steht sowohl die Forschung für die Prozessindustrie, die Umwelttechnik und den Straßenverkehr als auch die Technologieentwicklung zur industriellen Kommunikation, zur Sensor- und Messtechnik und zur Informatik im Fokus des ifak. Dem wissenschaftlichen Anspruch entspricht die Anerkennung als An-Institut der Universität. Elektroingenieure und Informatiker bilden die größte Beschäftigtengruppe, die sich durch Praktikanten, Diplomanden und Doktoranden verstärkt.

Im Einklang mit seiner Gemeinnützigkeit engagiert sich das ifak besonders in vorwettbewerblichen Projekten mehrerer Forschungspartner. Für diese Verbundprojekte werden Mittel der Forschungsförderung auf Europa-, Bundes- und Landesebene eingeworben. Das Themenspektrum umfasst ein drahtlos versorgtes Multisensorsystem zur Inline-Prozessanalyse ebenso wie den Einsatz aktueller Informationstechnologien in Gesundheitswesen und Medizintechnik.

Das Institut hat die Rechtsform eines gemeinnützigen Vereins. Dieser Trägerverein „Institut für Automation und Kommunikation e.V.„ zählte zum Ende des Berichtszeitraums 46 Mitglieder, darunter 40 persönliche Mitglieder, die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, das Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt als Mitglieder von Amts wegen, zwei institutionelle Mitglieder sowie zwei Ehrenmitglieder. Satzungsgemäße Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung, der Vorstand und ein Kuratorium mit Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlichem Leben.
Zum Jahresende 2011 waren 52 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Institut tarifvertraglich beschäftigt, darunter 41 Wissenschaftler und 11 Angestellte (nicht-wissenschaftliches Personal). Der Anteil tarifvertraglich beschäftigter weiblicher Mitarbeiter betrug 21 %. Mit zusätzlichen 35 Studierenden und Gastwissenschaftlern als Praktikanten, Diplomanden und Doktoranden sowie 4 über Dienstverträge verpflichteten Wissenschaftlern waren per 31.12.2011 insgesamt 91 Personen im Institut tätig.

Das gemeinnützige Forschungsinstitut ifak betreibt seit 1992 angewandte Forschung auf den Gebieten „Automatisierungstechnik„ und „Industrielle Kommunikationssysteme„. In dieser Zeit hat sich das wissenschaftliche Profil geschärft in Richtung der Infrastruktur für innovative Automatisierungskonzepte, insbesondere die aktuelle Nutzung digitaler, echtzeitfähiger Datenkommunikation, die Verteilung von Automatisierungsfunktion auf örtlich verteilte Automatisierungskomponenten und die Nutzbarmachung moderner Entwurfswerkzeuge für ausgewählte automatisierungstechnische Anwendungen. Dazu wurde die Expertise des Instituts auf dem Gebiet der Feldbussysteme erweitert um die Nutzbarmachung der in der Büroautomatisierung weit verbreiteten, Ethernet-TCP/IP-basierten lokalen und Telekommunikationsnetzwerke, insbesondere unter den erschwerenden Industriebedingungen (Echtzeit, funktionale Sicherheit, Datensicherheit). ifak hat dazu im Jahr 2003 das Leitkonzept „Virtual Automation Network„ entwickelt und setzt dieses schrittweise in seiner Forschungstätigkeit um. Darüber hinaus wurden erfolgreich formale Methoden des computerunterstützten Engineerings in den verschiedenen Phasen des Lebenszyklusses eines Automatisierungssystems eingeführt. Das betrifft die informationstechnische Abbildung von Eigenschaften der Automatisierungskomponenten durch sogenannte Informationsmodelle, deren maschinenlesbare Umsetzung mittels spezieller Gerätebeschreibungssprachen sowie deren Anwendung in rechnergestützten Werkzeugen für die Inbetriebnahme, Diagnose und Instandhaltung von Automatisierungsgeräten und -systemen. Andere Schwerpunkte der automatisierungstechnischen Infrastruktur betreffen die Geräte und programmtechnischen Mittel zur Verkehrsinformationsgewinnung, -übertragung und -verbreitung über aktuelle Medien (Internet, digitaler Rundfunk und Mobiltelefon), die Simulationssysteme zum Entwurf eines gewünschten dynamischen Verhaltens komplexer Abwassersysteme sowie Beiträge zur Sensorentwicklung. Der Zweig der kontaktlosen, induktiven Energie- und Informationsübertragung über große Luftspalte konnte deutlich ausgebaut werden.
Der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit des Instituts widmen sich vier Bereiche mit insgesamt acht zugeordneten Schwerpunkten:

Mechatronische Systeme
  • Mess- und Analysensysteme
  • Kontaktlose Leistungsübertragung
IT & Automation
  • Umweltinformatik
  • Angewandte Informationstechnologien
Integrierte Kommunikation
  • Eingebettete und kooperative Systeme
  • Drahtlose industrielle Kommunikation
Verkehrstelematik
  • Verkehrsmanagement
  • Fahrzeug- und Infrastruktursysteme

Das Institut ifak sieht sich der angewandten Forschung verpflichtet. Für die Nutzung von Ergebnissen der Grundlagenforschung kann das Institut auf zahl- und umfangreiche wissenschaftliche Kooperationen mit Universitäten im In- und Ausland sowie mit deutschen Großforschungseinrichtungen zurückgreifen. Der unverzichtbare Zugriff auf grundlegende Forschungsergebnisse wird auch durch den Status des ifak als An-Instituts der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg befördert.

Die Kontinuität in der Personalentwicklung ist für Auftraggeber und Forschungspartner des ifak von ausschlaggebender Bedeutung. Ein Stamm langjähriger Wissens- und Erfahrungsträger wird im Sinne moderaten Wachstums durch Nachwuchswissenschaftler der Ingenieur- und Naturwissenschaften ergänzt. Jedes Arbeitsgebiet des Instituts wird durch ein Team vertreten, das den langfristigen Erhalt und kontinuierlichen Ausbau des Know-hows sichert.

Die stete Gewährleistung eines guten Forschungsvorlaufs gehört zur Institutsphilosophie. Das Arbeitsgebiet des ifak zeichnet sich durch eine besonders große Entwicklungsdynamik der genutzten Technologien aus. Die Automation ist als Schlüsseldisziplin sowohl für die Industrie als auch für viele aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen eng mit den Informationstechnologien verknüpft. Das Institut integriert für seine erfolgreiche Tätigkeit Methoden und Verfahren der IT und der Automation und leistet selbst einen Beitrag zur methodischen Weiterentwicklung.

Die Institutsphilosophie schließt die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit für die Elektro- und Automatisierungsbranche ebenso ein wie eine Fokussierung auf ausgewählte Anwendungen. Zu den Anwendungen zählen insbesondere die Wasserwirtschaft, die Verkehrstelematik sowie die Gesundheitswirtschaft und Medizintechnik. Geförderte Verbundforschungsprojekte mit renommierten Partnern aus der Industrie und dem öffentlichen Sektor bilden bei beiden genannten Zielrichtungen den Arbeitsschwerpunkt des ifak. Dem Charakter eines gemeinnützigen Forschungsinstituts entsprechend, können die Ergebnisse von Forschung und Entwicklung bis zu Prototypen führen. Für weiterreichende Entwicklungsstadien schließt das Institut Lizenzvereinbarungen mit Partnern aus der Industrie.

Das internationale Kooperationsnetzwerk des Instituts wird ergänzt durch eine aktive Tätigkeit in Fachgremien. Bei den industriellen Kommunikationssystemen – dem Datenaustausch in einer Anlage, aber auch der Bereitstellung von Managementinformationen – gebührt der Standardisierung ein besonderer Stellenwert. Das ifak engagiert sich hier als firmenunabhängige, neutrale Instanz.


Unternehmensprofil aktualisiert: 05.12.2015

Unternehmen A-Z

Nach oben