Institut für Dünnschichttechnologie und Mikrosensorik e. V. – IDM


Kantstraße 55
14513 Teltow

Geschäftsführer: Dr. B. Schulz, Dr. W. Lamm

Telefon: 03328 3346 0
Telefax: 03328 3346 10
E-Mail: idm.ev@t-online.de
Internet: http://www.idm-teltow.de

Geförderte Projekte: 2


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Das Institut für Dünnschichttechnologie und Mikrosensorik e.V. Teltow (IDM) ist eine 1992 gegründete juristisch selbstständige Forschungsinstitution und verfolgt gemeinnützige Zwecke durch Förderung der Zusammenarbeit von kleinen und mittelständischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen insbesondere auf dem Gebiet der Dünnschichttechnologie und Mikrosensorik.

Das IDM erhält keine institutionelle Grundfinanzierung. Es beschäftigt im Durchschnitt 17 Mitarbeiter und konnte in den letzten Jahren seine Umsatzentwicklung auf hohem Niveau weiter entwickeln. Die Mitarbeiter des IDM sind langjährig in der Forschung und Entwicklung zu Polymeren und dünnen funktionalisierten organischen Schichten tätig und verfügen über fundierte Kenntnisse und Erfahrungen industrienaher Material- und Technologieentwicklung. Zwei Drittel der Mitarbeiter des IDM sind Wissenschaftler und Ingenieure, die technischen Mitarbeiter sind auf den Gebieten der Synthesechemie und Analytik spezialisiert. Seit 2006 ist das IDM eine von der IHK anerkannte Einrichtung für die Ausbildung von Chemielaboranten.

Das IDM ist seit seiner Gründung Mieter von Labor- und Geschäftsräumen am Forschungsstandort Teltow-Seehof. Die chemischen und physikalischen Labore sind sowohl auf die Lösung von Projektaufgaben als auch in Hinblick auf Forschungs- und Entwicklungsaufträgen von KMU ausgestattet. Die Hauptkompetenz des IDM liegt in der organischen und Polymersynthese, aber auch Fragestellungen der Strukturanalytik, Reinheitskontrolle sowie der Herstellung dünner organischer Schichten und deren erste Testung sind integraler Bestandteil der Arbeiten.

Das IDM bringt besondere Kompetenz ein bei der Entwicklung neuer funktionalisierter organischer und polymerer Funktionsmaterialien, ihrer Anwendung als ultradünne Schichten in Mikro- und Nanotechnologien sowie in der Mikrosensorik und Mikrosystemtechnik. Dazu gehören insbesondere die Entwicklungen von maßgeschneiderten innovativen Materialien für die Mikrosensorik und von Resists für die Nanolithographie. Weitere Kernbereiche sind die photochemische Modifizierung polymerer und supramolekularer Strukturen und die Entwicklung von optischen und elektro-optischen Funktionselementen.

Das IDM arbeitet praxisnah und sieht sich als ein Bindeglied zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen der Wirtschaft. Als anerkannte private Forschungseinrichtung bearbeitet und koordiniert das IDM nationale und internationale Forschungsprojekte mit kleinen und mittelständischen Unternehmen im vorwettbewerblichen Bereich.

Im Einzelnen werden folgende Entwicklungen durchgeführt:

  • Maßgeschneiderte Synthesen von Organika und Polymeren
  • Innovative Materialien für die Nanostrukturierung
  • Sensitive Organika für die Mikrosensorik (Gassensor, Feuchtesensor)
  • Entwicklung neuer Materialien für die Lithographie (Elektronenstrahl, UV, DUV)
  • Herstellung und Charakterisierung supramolekularer Strukturen
  • Entwicklung optischer und photosensitiver Materialien und Bauelemente
  • Methodenentwicklung zur optisch induzierten Anisotropie in organischen Dünnschichten
  • Photochemie an polymeren und supramolekularen Strukturen
  • Entwicklung elektrisch leitfähiger und konjugierter Polymere, z.B. für Elektrochromie
  • Kunststoffrecycling von Polymeren aus Materialverbünden

Die mit einem Unternehmen gemeinsam durchgeführte Entwicklung einer Lötstoppmaske auf Basis thermostabiler Polymerer wurde 2004 mit dem Technologietransferpreis der Technologie-Stiftung Brandenburg und dem Innovationspreis Berlin/Brandenburg ausgezeichnet. Die Entwicklung thermostabiler Resists für die Mikrosystemtechnik und deren Transfer in KMU wurde 2002 mit dem Technologietransferpreis der Technologie-Stiftung Brandenburg ausgezeichnet, 2008 erfolgte die Auszeichnung in Zusammenarbeit mit der Allresist GmbH für die Entwicklung eines neuen Schutzlacksystems. In mindestens sechs Produkten werden die Syntheseentwicklungen des IDM bei diesem Unternehmen vermarktet, das dafür auch den Brandenburger Innovationspreis Kunststoffe und Chemie 2014 erhielt.

Die Ergebnisse eines gemeinsamen Projektes zur Entwicklung eines Trennverfahrens für Edelstahl-Fluorkautschuk-Verbunde werden beim Kooperationspartner Matec Gummiwerk Caputh im Produktionsprozess genutzt.

Ein Schwerpunkt der Synthesearbeiten des IDM beinhaltet die Präparation niedermolekularer und polymerer Verbindungen auf Anfrage. Das IDM hat verschiedene Strategien zur Darstellung oxidativer Sekundärmetabolite von Standardweichmachern der Kunstoffindustrie entwickelt. Die Bereitstellung von Referenzstandards erfolgt für Forschungseinrichtungen weltweit und entwickelt sich umsatzmäßig positiv weiter.

Das IDM ist seit einigen Jahren Projektpartner im Exellenzvorhaben „Das Taschentuchlabor – Impulszentrum für Integrierte Bioanalyse„ im Rahmen der "Spitzenforschung und Innovation in den neuen Ländern". Schwerpunktmäßig werden hierfür die entsprechenden Materialien maßgeschneidert, synthetisiert und angepasst.

Das IDM ist Mitglied der Landesvereinigung außeruniversitärer Forschung in Brandenburg - LAUF e.V. und der fms – Forschungsgesellschaft für Meßtechnik, Sensorik und Medizintechnik e.V. Dresden. Mit Forschungseinrichtungen in der Region (Universität Potsdam, Fraunhofer Institut für Angewandte Polymerforschung Golm, Technische Hochschule Wildau) ist das IDM über Kooperationsverträge verbunden.



Unternehmensprofil aktualisiert: 05.12.2015

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